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…. PARIS LIEGT AN DER SEINE. ICH LIEGE (SCHEINBAR) FALSCH.

Als ich in den 90er Jahren des alten Jahrhunderts meinen Dienst an der IGS antrat und die ersten Klassenfahrten begleiten  durfte, sprach uns mal ein älteres Paar aus dem damals noch „Westen“ an und staunte, dass wir solche Dinge noch machen: Klassenfahrten. Die würden doch langsam abgeschafft.
Und doch gab es sie auch in diesem Schuljahr 2017/18 bei uns wieder: die Klassenfahrtswoche. Weil Kollegen sich Gedanken machen, was einer Gruppe  Kinder und Jugendlicher gut tun und vielleicht sogar gefallen würde und weil Eltern bereit sind, für ihre Kinder die Kosten zu tragen. Rein rechnerisch sieht das zunächst so aus: Auf der Seite der „Erwachsenen“: finanzielle Einbußen. (Eltern) Nicht angerechnete Stunden der Planung und Organisation (Lehrer), Soll gleich Ist-Abrechnung der Wochenarbeitszeit bei Betreuung rund um die Uhr. (Lehrer), von der Übernahme der Verantwortung ganz zu schweigen, da diese in Geld & Zeit nicht zu messen ist.
Wie waren Eure Fahrten? Was habt Ihr Schönes, Tolles, Einmaliges, Einprägsames oder auch Komisches, Verrücktes erlebt, dass es sich gelohnt hat, diesen Aufwand zu betreiben?
Wie seid Ihr mit widrigen Bedingungen vor Ort umgegangen? Ulkige Busfahrer? Falsches Hotel? Ein komplett verregneter Tag? Mieses Essen? Vielleicht war ja auch alles prächtig? Habt Ihr Euren Eltern schon einmal Danke gesagt, dass sie Euch diese Reise mit Euren Freunden aus der Klasse immer wieder bezahlen, oder ist das so ein stiller Durchläufer wie Taschengeld?
Und Finger hoch, wer hat es eigentlich geschafft, die kleinen paar Buchstaben  d- a- n- k- e mal aneinanderzureihen, um den Lehrern zu sagen, dass es sich gelohnt hat? Was kostet Dich das? Dass es  auch für die Generation Deiner Kinder schön sein wird, wenn sich irgendwer noch die Mühe machen wird, z. B. Klassenfahrten zu organisieren, bevor der „Westen“ auch in der IGS total einzieht?  Sag dann bloß nicht, Du hättet das so nicht gewollt!
K. Thormann (13.9.2917),sehr altmodisch

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