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GOTTFRIED RIEHM PERSöNLICH FüHRT BEIM FESTAKT DURCH DIE 140-JäHRIGE GESCHICHTE UNSERES SCHULGEBäUDES

Nachdem die Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados  den nach ihm benannten Brunnen eingeweiht hatte, begleitete Professor Dr. Gottfried Riehm die Festgesellschaft persönlich in die Aula, wo sie von Johann Sebastian Bachs Orgelstück "Toccata und Fuge in D-Moll" empfangen wurde - leider von einer CD-Konserve: Denn die Orgel, die früher in der Aula bespielt werden konnte, existiert heute nicht mehr.

Auf der Bühne standen schon zeitgemäß gekleidete SchülerInnen, die die unterschiedlichen Generationen derer repräsentierten, die Freud und Leid des Unterrichts in diesem Gebäude erleben durften:
  • Primaner aus der Zeit des Stadtgymnasiums (1869 - 1937) mit Schirmmütze und Tornister;
  • Pioniere mit roten und FDJ-ler mit blauen Halstüchern (POS Adam Kuckhoff bzw. Erich Weinert, 1968 - 1990);
  • AbiturientInnen der Kooperationskursstufe, die die Abi-T-Shirts aller Jahrgänge seit 1998 übergestreift hatten.
Mit ihnen stellte der »olle Jottfried« alle seine Familienmitglieder mit Lebens- und Schuldaten vor, die das Stadtgymnasium besucht hatten. Lehrer Lampe zitierte dazu aus historischen Quellen, die teilweise einen gruseligen Einblick (Schulordnung um die Jahrhundertwende) in die »gute alte Zeit« boten.

Die einzelnen Programmpunkte wurden mit musisch-kulturellen Beiträgen verbunden:
  • Es spielte mit neuen Kräften, aber in bewährter Weise das Orchester der IGS,
  • die Tanzgruppe absolvierte ihren ersten schulöffentlichen Auftritt mit Bravour und
  • am Flügel begeisterte unsere »ständige Pianistin« Leyla Fisanovich.
Die Theatergruppe des 7. Jg. demonstrierte in drei Szenen sehr pointiert, wie unterschiedlich der Mathematikunterricht zu verschiedenen Zeiten ausgesehen haben dürfte: Im Kaiserreich, zu DDR-Zeiten und heute an der IGS. Immer wieder bemerkenswert ist, wie treffsicher SchülerInnen die Lehrerrolle darzustellen vermögen.

Die sechs Gäste aus Russland (extra zu dieser Feier angereist!) besuchten zwischen 1953 und 1968 die Mittelschule Nr. 55; als Gastgeschenk hatten sie eine eindrucksvolle, schwere Glocke mit einem erhabenen Klang im Gepäck, die speziell für diesen Anlass in der Glockengießerei des Kreml gegossen wurde; die Aufschrift: "Der Integrierten Gesamtschule von den ehemaligen Schülern der russischen Mittelschule 5/55 | Moskau - Halle 2009".

Eine Diashow sorgte für berührende Momente: Fabian, Anne und Paula aus der Klasse 6b hatten auf dem Friedhof »Stadtgottesacker« Rosen auf Gräbern dort ruhender Persönlichkeiten des Stadtgymnasiums niedergelegt - natürlich auch am Grab Gottfried Riehms.

Der Schulleiter wollte angesichts der fortgeschrittenen Zeit sowie der lebendigen Beiträge nicht mit der von ihm erwarteten ausformulierten Rede langweilen (sie kann hier zum Nachlesen heruntergeladen werden). Stattdessen bedankte er sich bei den zahlreichen Gästen für ihr Kommen sowie bei den Akteuren (vor, hinter und auf der Bühne) für ihre engagierte Beteiligung. Mit besonderem Beifall bedachte dann das Publikum Professor Dr. Gottfried Riehm, der stilsicher durch ein abwechslungsreiches, informatives und unterhaltsames Programm geführt hatte.

[Bd · 28/6/09 | Fotos: Max Kieler, Bk, Dl]
Professor Dr. Gottfried Riehm am 23. Juni 2009 - unnachahmlich dargestellt von unserem Kollegen Bernd Budnik - mit Gästen und Lehrer Lampe | Schulleiter
Zeitgemäß gekleidete SchülerInnen verschiedener Generationen | Theaterszenen Unterricht
Das Orchester, die Tanzgruppe, die Pianistin | Die ehem. russischen SchülerInnen überbringen das Gastgeschenk
Rosen vom Vorplatz der Schule für die Gräber von Gottfried Riehm, seinem Vater Eduard Riehm sowie Otto Nasemann (erster Schulleiter von 1868 - 1889)