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MATHEMATIKHISTORISCHER STADTRUNDGANG 

Unsere schulgeschichtlichen Recherchen sind nun schon so umfangreich, dass genügend Material vorhanden ist, einen fachbezogenen historischen Stadtrundgang anbieten zu können. 140 Jahre Schulstandort bedeutet auch, 140 Jahre Mathematikunterricht in unserem Schulgebäude.

Informationen besitzen wir über die Mathematiklehrer Gottfried Riehm und Friedrich Meyer. Als mathematisch hochbegabter Schüler kann Felix Bernstein angesehen werden.

1. Station: Schule
Adam-Kuckhoff-Str. 37, ehemals Sophienstr. 37
- gegenüber der Schule (Luisenstr. 1) die "weiße Villa" oder "Heinesche Villa" oder "Schmetterlingsvilla"
Hier wohnte Eduard Heine (1821 - 1881), Mathematikprofessor der Universität ab 1856.
Foto 1: Bild aus dem Projektantrag zur Sanierung des Schulgebäudes
Foto 2: Lusisenstr. 1 (Heinesche Villa von der Schule aus aufgenommen; Wohnhaus von Eduard und Anselma Heine)


2. Station: Julius-Bernstein-Institut der MLU
Magdeburger Str. 6
Hier wohnte im Institutsgebäude zweite Etage bis 1888 die Familie Bernstein. Sohn Felix (1878 - 1956) ging auf das Stadtgymnasium und machte dort 1896 das Abitur.
Foto 3: Foto des Julius-Bernstein-Instituts der MLU vom Sommer 2010

 

3. Station: Stadtgottesacker
Hier finden wir die Gräber von Eduard Riehm (Vater Gottfried Riehms), von Otto Nasemann (erster Schuldirektor des Stadtgymnasiums), von Friedrich Meyer (Oberlehrer am Stadtgymnasium; 1842 - 1898) und von Eduard Heine (Mathematikprofessor an der Universität).
Foto 4: Grabstätte von Friedrich und Frieda Meyer (Sommer 2010)
Foto 5: Grabstätte von Eduard und Anselma Heine

4. Station: Melanchthonianum
Universitätsplatz
Hier befand sich über viele Jahre lang der Mathematikbereich der Universität, bevor das neue Georg-Cantor-Gebäude auf dem Campus in Heide-Süd bezogen wurde. Eduard Heine, Georg Cantor und August Gutzmer nahmen Einfluss auf die mathematische Ausbildung der Studenten.
Foto 6: Historische Aufnahme des Melanchthon-Gebäudes am Universitätsplatz

 

5. Station: Bronzewürfel in Halle-Neustadt
Magistrale/Nietlebener Str.
Im Bildungszentrum in Ha-Neu wurde zu DDR-Zeiten ein Würfel aufgestellt, der vier Professoren der Universität würdigen soll. Eine Würfelseite in Georg Cantor gewidmet. Das von ihm entwickelte Diagonalverfahren ist grafisch dargestellt sowie die befühmte Formel "Zwei hoch Alef Null ist gleich C".
Foto 7: Bronzewürfel zur Würdigung verdienter Professoren der Universität in Halle-Neustadt (Aufnahme vom Sommer 2010)

 

6. Station: Laurentiusfriedhof
Am Kirchtor/Botanischer Garten
Auf diesem Friedhof finden wir die Gräber von Gottfried Riehm (1858 - 1928) sowie einiger seiner Kinder. Auch das Grab des Mathematikers August Gutzmer (1860 - 1924befindet sich auf diesem Friedhof. Er leitete den Berich der Mathematik über eine lange Zeit.
Foto 8: Grabstein für Gottfried Riehm

 

7. Station: Wohnung der Familie Eduard Riehms (1830 - 1888)
Burgstr. 28 (heute an der Ecke zur Lafontainestr.)
Hier wuchs Gottfried Riehm auf und ging als Schüler täglich den Weg ins Stadtgymnasium in der Sophienstraße. Im Obergeschoss wohnte zeitweise der Mathematiklehrer Friedrich Meyer.
Foto 9: Historisches Foto des Riehmschen Hauses in der damaligen Burgstr. 28 Ecke Lafontainestr. (Foto von Frau I. Staeves)

 

8. Station: Wohnhaus der Familie Gottfried Riehms
Reichardtstr. 19
Hier wohnte Gottfried Riehm bis zu seinem Lebensende und ging tagtäglich den Weg zu seiner Arbeitsstätte, dem Stadtgymnasium.
Hier wohnte in den 1890er Jahren im Souterrain die Hausmeisterfamilie Reupert, im Erdgschoss die Familie Gottfried Riehms und im ersten Obergeschoss Friedrich Meyer.  
Foto 10: Reichardtstr. 19 (Aufnahme aus dem Jahre 2008)

 

9. Station: Georg Cantors Wohnhaus
Händelstr. 13
Der bedeutsame Mathematiker Georg Cantor (1845 - 1918), ab 1869 in Halle, übte Einfluss auf den Mathematikunterricht der Schule über den Lehrer Friedrich Meyer aus. Dessen Schüler Felix Bernstein wurde ein würdiger Schüler Cantors und erwarb sich seine ersten Sporen in der Mathematik unter der Anleitung Cantors.
Georg Cantors Grabstätte befindet sich in der Friedensstraße hinter dem Gebäude des Giebichsteingymnasiums (TMG) an der hinteren roten Friedhofsmauer.
Foto 1: Das ehemalige Wohnhaus der Familie Cantor mit einer Gedenktafel (Foto vom Sommer 2010)
Foto 2: Cantors Grab auf dem historischen Friedhof in der Friedensstr. (Foto vom Sommer 2010)

10. Station: Julius und Felix Bernsteins Wohnung
Mühlweg 5
Um die Jahrhundertwende zog die Familie Julius Bernsteins in das Haus Mühlweg 5 (heute zum Diakoniewerk gehörend).
Nach dem Adressbuch aus dem Jahre 1907 (Felix Bernstein war zu dieser Zeit Privatdozent an der Universität) wohnte die Familie des Julius Bernstein in der II. Etage des Hauses und Felix Bernstein in der III.
Foto 3: Haus Mühlweg 5 (Foto vom Sommer 2010)

[Bk 15-07-10; Fotos B. Budnik]

 DIE MATHEMATIK UND DAS STADTGYMNASIUM

 

DIE STATIONEN 1 BIS 8 

 

DIE STATIONEN 9 BIS 10