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ERöFFNUNG EINER AUSSTELLUNG

Es ist 10.00 Uhr. Noch sind keine Gäste anwesend, sie kommen auch nicht mehr. Schade. Dafür gibt es reichlich Hauptakteure für eine Ausstellung, nämlich die Besucher. Schüler der 9e und 9b erhalten Eintrittskarten mit je einem Namen. Frau Vogel hält eine Ansprache:

Wir begrüßen euch ganz herzlich zur Eröffnung unserer Ausstellung „Zeuge werden!“. Wir, das sind die Schüler und Lehrer der AG Geschichte, die sich in diesem Schuljahr gebildet hat und hoffentlich in dieser Form immer im 9. Jahrgang stattfinden kann.

Besonders begrüßen wollten wir unsere Förderer und Unterstützter, danken werden wir ihnen an dieser Stelle auf jeden Fall: Hallianz-Stiftung, Freiwilligen-Agentur, Dr. Osterloh (er kam später noch), der Schulleitung, den Bibliotheken und Archiven, Radio Corax und ganz besonders den Zeitzeugen des Holocausts, die wir noch befragen durften, die in ausgesprochen interessanten Gesprächen versucht haben, eine Antwort auf die Frage zu geben, wie so etwas geschehen konnte. Für unsere Schüler ist das zum Glück eine unvorstellbare Zeit, trotzdem wissen sie nun um die geschichtlichen Zusammenhänge. Ausgestattet mit diesen Kenntnissen wird ihr Leben ganz sicher von Toleranz und demokratischem Handeln geprägt sein.

Diesen Erkenntnisprozess möchten wir mithilfe dieser Ausstellung multiplizieren und fanden den Titel „Zeuge werden!“. Er beruht auf einem Ausspruch von Elie Wiesel (amerikanischer Publizist und Friedensnobelpreisträger) „Wer heute einem Zeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.“  Die Ausstellung zeigt, für welchen Teil der Geschichte die Schüler Zeuge geworden sind und für welche gehörten Ereignisse  sie in der Zukunft Zeuge sein können.

Die Ausstellung ist jederzeit in jedem Raum der Schule nutzbar und so angelegt, dass die vorhandenen Themen und neue Teilbereiche jederzeit angelegt werden können. Wir haben Wert darauf gelegt, nicht nur die Erkenntnisse und Erlebnisse abzubilden, sondern immer auch Material zu finden, bei dessen Nutzung ein Lerneffekt möglich ist, bzw. das Behalten gefördert wird. Es ist eine Ausstellung zum Verweilen. Setzt euch, lest, hört, schreibt und findet vor allem heraus, ob die Person auf eurer Eintrittskarte überlebt hat oder nicht und wer diese Person war oder ist.

Nun verteilen sich die Schüler an den verschiedenen Ausstellungstischen und vertiefen sich in das jeweilige Material, lesen, hören und forschen Einzelschicksalen nach…

[Vo 09-07-13]