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WEITERE STOLPERSTEINEVON SCHüLERN UND ELTERN DER IGS GESTIFTET

Die Schulprojekte "Zeuge werden" und "Gegen das Vergessen"Studienfahrten von Schülern in das ehem. KZ Dora Mittelbau (mit dänischen Schülern zusammen), nach Buchenwald und in das ehem. KZ Auschwitz

Der 9. November ist Gedenktag in vielerlei Hinsicht. Der 9. November 1938 war ein besonders schwarzer Tag in der deutschen Geschichte. Deshalb ist besonders zu würdigen, dass weitere Stolpersteine zum Gedenken an jüdische Mitbürger von Schülern und Eltern der IGS gestiftet wurden. Waren es bisher die Gedenksteine für den Abiturienten aus unserem Schulhaus Albert Müller (ehemals Zeppelinstr. heute Albert-Schweitzer-Str.) und die Mutter eines anderen jüdischen Absolventen der Schule, Ida Elkan (Am Steintor), so sind es jetzt Rosa und Siegfried Stempel, die nicht weit von der Schule in der Krausenstraße gelebt haben (s. MZ-Artikel v. 07.11.15).   Die jüdischen Kulturtage in Halle gaben die Möglichkeit, die jüdische Synagoge in der Humboldstr. mit dem angrenzenden Friedhof zu besichtigen. In einer musealen Ecke in der Synagoge sind alle 224 Stolpersteine symbolisch dargestellt (Foto 1-3). Auch hier wieder Bezüge zu unserer Schulgeschichte: in der ersten Reihe oben findet man den Namen Julius Schwab, einst Absolvent des Stadtgymnasiums. Auf dem Friedhof findet man an der Grabstätte der Familie Schwab auf einer Tafel vermerkt: "Zum Gedenken an Julius Schwab. 14.2.1880 - 1942 Auschwitz". Ja, Julius Schwab, der Abiturient,dessen Abiturzeugnis wir dankbarer Weise durch seine Sohn, Prof. Max Schwab, erhalten haben liegt hier nicht begraben. Er wurde in Auschwitz ermordet. Und auch deshalb ist das im MZ-Artikel angesprochene IGS-Projekt "Gegen das Vergessen!", das mit einer Auschwitzfahrt verbunden ist, so wichtig: Es sollte nicht vergessen werden, dass es die Opfer nicht nur woanders gab, sie waren auch einst Schüler unseres Hauses.

Übrigens: von der alten Synagoge in Halle am heutigen Jerusalemer Platz gibt es nur ein einziges Foto, dass der Lehrer des Stadtgymnasiums Gottfried Riehm um 1890 gemacht hatte.

>Foto 8, 9 und 10 verweisen auf das IGS-Projekt "Gegen das Vergessen" (verantw. Lehrer Herr Lampe; MZ v. 7. und 11. Nov. 2015)
>Die in Halle verlegten Stolpersteine wurden im Rahmen des Projekts "Zeuge werden" (Leitung Frau Vogel) auf einem digitalen freien Stadtplan von Halle eingetragen (Link)

Weitere Links:
- Emil-Fackenheim-Preis vergeben (Emil Fackenheim war ebenfalls jüdischer Absolvent des Stadtgymnasiums)
- Neue Informationen zu Werner Elkan (Absolvent der Schule und Sohn von Ida Elkan)
- Heinrich Lipper - ein weiteres jüdisches Schicksal (Heinrich Lipper war Schüler der Schule)
- Stolpersteinverlegung in Halle am 3. November 2012 (Stolpersteine für Albert Müller und Ida Elkan)
- Das Schicksal jüdischer Rechtsanwälte, die ihr Abitur am Stadtgymnasium machten
-Ehrung für Martin Feuchtwanger in Halle (teil nahmen Schüler der IGS)- Das Grab der Mutter von Kurt Bauchwitz gefunden (Kurt Bauchwitz war Abiturient der Schule)
- Audio-mp3 von Radio Corax über die Alte Synagoge in Halle
(Sprecher René Zahl und Max Privorotzki)

[Bk 08-11-15; Fotos Bk]