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MATHEMATIKUNTERRICHT UND SCHULGESCHICHTE - SCHLIEßEN SICH NICHT AUS

Ein Mathematikleistungskurs des 9. Jg. der IGS machte eine Exkursion zum Stadtgottesacker. Konkret ging es zum Grab des Oberlehrers Friedrich Meyer, der seinerzeit ein herausragender Lehrer des alten Stadtgymnasiums war. Der Mathematikanteil der Exkursion bestand in der Feststellung der GPS-Koordinaten (Schule und Grab) und der Ermittlung der Entfernung mittels der Koordinaten und der Betrachtung eines Pyramidenstumpfes (Grabobelisk) sowie der Deutung eimer geometrischen Darstellung auf dem Grabobelisk (nach Archimedes ist das Volumenverhältnis von Zylinder:Kugel:Kegel 3:2:1).
Der schulgeschichtliche Anteil bestand darin, dass der Grabobelisk des Lehrers Meyer von Eltern und Schule gestiftet wurde, Friedrich Meyer das mathematische Talent des jüdischen Schülers Felix Bernstein entdeckt hatte und ihn an Georg Cantor vermittelte. Meyer selbst war eine Art Mentor für Gottfried Riehm und hat wohl auch dessen Wunsch, Mathematiklehrer zu werden, bestimmt. Die Friedrichs-Universität hat dem Oberlehrer Meyer den Dr. honoris causa verliehen und verweist auch auf seinen mathematikhistorischen Seiten auf diesen Lehrer. Friedrich Meyer hatte zwar einen sehr gewöhnlichen Namen, war aber mit Sicherheit ein sehr ungewöhnlicher Mathematiklehrer.  
 
[Bk 21-01-16]