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WEHE, WENN DAS SCHULE MACHT!

Der Judenhass und das totalitäre Virus

Wilhelm Bartsch mit Peer-Uwe Teska

Der Schriftsteller Wilhelm Bartsch und der Schauspieler Peer-Uwe Teska, die schon mehrmals miteinander gearbeitet haben, beschlossen aus gegebenem Anlass Anfang des Jahres 2019 ein Antisemitismusprogramm zu erarbeiten. Anlass war eine Anfrage aus einer Schule in Halle. Das war also noch weit vor dem Anschlag dort im Oktober 2019. Bartsch und Teska, die auch sonst schon oft vor Schülerinnen und Schülern aufgetreten sind, sahen auch gleich die besondere Dringlichkeit dieses Anliegens, da der Antisemitismus von allen auch sonst noch grassierenden politischen Pandemien die weitaus älteste und scheinbar am wenigstens zu besiegende Krankheit in der Gesellschaft ist. Das Virus des Antisemitismus ist dabei nicht nur in der rechten Ecke vorzufinden, es ist auch heute sonst überall, sogar in jedem Einzelnen von uns. Unsere heutigen Demokratien sind überhaupt durch totalitäre Krankheiten jederzeit gefährdet. Nur wenn wir das wissen, können wir auch Mittel finden, etwas dagegen zu unternehmen.

Das Programm „Wehe, wenn das Schule macht!“ unternimmt einen solchen Versuch und will besonders Jugendliche erreichen. Bartsch und Teska haben dafür eine sehr umfangreiche Literatur und die unterschiedlichsten Quellen im Internet gesichtet und sind Anfang Mai 2019 auch für ein paar ihnen unvergessliche Tage nach Auschwitz gefahren.

Bartsch und Teska haben von dort mehr Fragen als Antworten mitgebracht, und was sie nun sich selber und anderen Menschen empfehlen können, ist scheinbar sehr wenig, vielleicht am Ende aber doch das Richtige? Beide haben sich mit dem jungen Duo oBOYkle, das sind die Oboe-Spielerin Anne Venske und der Gitarrist Frederick Zahn aus Leipzig, verbündet, die das Programm mit einer neuen und beeindruckenden Form von Klezmermusik begleiten.

Hinzu stießen dann noch zum Team der Grafiker, Dichter und Musiker Christoph Liedtke und der Designer und Filmemacher Axel Kores, beide in Halle lebend, die nun ebenfalls in Auschwitz waren und dort filmten und das Projekt als einen Film auf YouTube voraussichtlich noch in diesem Jahr stellen werden.

Gefördert wird dieses so wichtige Projekt von der Stiftung Saalesparkasse.

Die Aufführung an der IGS. Halle Am Steintor findet am Mittwoch, 2.Dezember 2020, für die Jahrgänge A22 und A21 in der Aula statt.

Einlass: ab 12.45 Uhr

Beginn: 13 Uhr