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SCHLEMMEN WIE DIE ALTEN RÖMER

Am Montag, den 8.6. 2009 fand sie statt, die Exkursion zur Entdeckung altrömischer Esskultur. Entsprechend des gerade durchgenommenen Lerninhalts im Fach Geschichte „Das Alte Rom“ sollten die Schüler nun selbstständig und aktiv die „Römische Küche“ kennen lernen und ein Menü kochen.
Zwei sehr engagierte Museumspädagogen empfingen uns auf dem Hof des „ChristianWolff Hauses“, der Außenstelle des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle. Vom Hof mit den bereits entfachten Feuerstellen ging es erstmal in die Kellergewölbe des Hauses. Hier war bereits ein Tisch eingedeckt mit Schüsseln unterschiedlichster Nahrungsmittel und Gewürze.
Eine einführende Darstellung der Essgewohnheiten reicher und armer Römer sorgten immer wieder für Erstaunen und Heiterkeit bei den Schülern. Besonders nach Informationen wie die sehr eigenartigen Vorlieben der Adligen für ‚Singvogelzungen’ und ‚mit Gold überzogenen Flughunden’ gab es auch spontane Proteste.
Im Dialog wurden ebenso die vorhandenen Kenntnisse der Schüler zur Thematik „Altes Rom“ aber auch zu Nahrungsmitteln und Ernährung allgemein miteinbezogen.Die für den Tag geplanten Gerichte wurden anschließend in Angriff genommen. Zuerst wurde das Fleisch geschnitten, vielfältigste Gewürze und Kräuter gehackt und mit viel Ausdauer von einigen Schülern auch „gemörsert“.
Die einzelnen Zutaten wurden dann im Hof zusammen mit dem Fleisch in einem großen Kessel gekocht. Diese Betätigung „rund um das Feuer“ war wohl die beliebteste Küchenaufgabe. Hier wechselten sich die Schüler selbstverständlich und stets hochmotiviert ab. Aber auch im Haus musste die Arbeit weitergehen, das Vorbereiten des Kräuterkäses, das Kneten des Brotteiges und Formen der Brötchen, das Schälen und Aushöhlen der gekochten Eier, das Vermengen mit den vorbereiteten Gewürzen und das anschließende Befüllen. Museumspädagogen und Lehrer mussten den sichtbaren Eifer und Tatendrang der Schüler mitunter etwas drosseln und so lenken, dass sowohl beliebte als auch weniger beliebte Aufgabenbereiche der Küchenarbeit sorgfältig erfüllt wurden. Besonderer Aufmerksamkeit und Überzeugungsarbeit bedurfte die gleichberechtigte Aufgabenverteilung zum Reinigen und Abtrocknen des benutzen Küchengeräts. Hier haderten anfänglich einige Schüler. Stellten sich dann aber dieser „altrömischen“ Herausforderung.
Gegen 11.30 Uhr war es dann soweit, das Römische Essen stand auf dem Tisch. Es gab Aprikosenfleisch, Pistazieneier, mit Kräutern verfeinerter Pecorinokäse und frischgebackene (allerdings etwas dunkler als goldgelb) Mostbrötchen. Auch Schüsseln mit frischem Obst wurden gereicht.
Gegessen wurde von Tontellern mit Römischen Besteck – einem sehr kleinen Löffel, der auf der anderen Seite einen Spieß besaß.
Es war sicher für jeden ein kulinarisches Ereignis. Vielen war der Geschmack der Kräuter und die Würzung der Speisen eher fremd. Daher gingen die Meinungen über den Genuss etwas auseinander. Das Gesamtecho der Schüler über den Tagesverlauf und Kochergebnis war jedoch positiv. 
Mir hat das „Römische Essen“ gut geschmeckt!!
Vielen Dank Klasse 5a.
[Fotos: Gn]

Backe backe Kuchen

Berufswunsch Koch

Ein bisschen angebrandt

Ein Römer

Lebt das noch?

Was kommt da noch alles dran?